24. April 2026
Tipps & Tricks für den Laboralltag - Die Unterschiede der verschiedenen Labor‑Etiketten
Die richtige Kennzeichnung von Proben, Röhrchen, Gefässen oder Geräten ist im Laboralltag essenziell – falsche oder unleserliche Etiketten können Probenverlust, falsche Ergebnisse oder verzögerte Analysen bedeuten. Laboretiketten sind dabei keine Standardaufkleber – sie müssen extremen Bedingungen standhalten und spezifisch gewählt werden.
Die Unterschiede der verschiedenen Labor-Etiketten
Cryogene Prozesse beinhalten das Tiefgefrieren von Objekten auf Temperaturen unter −196 °C. Dies wird häufig unter Verwendung von flüssigem Stickstoff durchgeführt, zum Beispiel zur Konservierung von biologischen Geweben in Forschungs- und Krankenhauslaboren. Während dieses Prozesses ist es entscheidend, dass Proben korrekt etikettiert sind und die Etiketten extremen Tiefkühlbedingungen standhalten.
Etiketten für cryogene Anwendungen müssen speziell so konzipiert sein, dass sie unter Einwirkung von flüssigem Stickstoff und anderen anspruchsvollen Bedingungen flexibel bleiben und haften.
CRYO‑Etiketten (Ultratiefkühlung, z.B. −196 °C)
Das Eticalls Cryo Etikett ist extrem langlebig, formstabil und beständig gegen UV‑Licht, Witterung und viele Lösungsmittel. Der speziell modifizierte Acrylkleber haftet auf nahezu allen Oberflächen, auch auf Polyethylen, lackierten oder gewölbten Flächen, und verhindert ein ungewolltes Ablösen.
- Einsatz: Flüssigstickstoff‑Lagerung, Cryoröhrchen, Biobanken.
- Eigenschaften: Klebt auch auf bereits gefrorenen Oberflächen, bleibt bei extremen Temperaturen lesbar, geeignet für Tube, Rack oder Box.
Tipp: Beim Lagern in Flüssigstickstoff immer CRYO‑Etiketten verwenden, wenn dies erforderlich ist – normale Labels lösen sich sonst oft ab.
Hier gelangen Sie zu den CRYO-Etiketten
FREEZE‑Etiketten (Kältebereich bis ca. −80 °C)
Das Eticalls Freeze Etikett besteht aus einer robusten, oberflächenbeschichteten Polypropylenfolie und ist beständig gegen Wasser, Öl und viele Chemikalien. Es eignet sich ideal für Thermotransferdruck und haftet dank seines speziell entwickelten Acrylklebers zuverlässig auf HDPE-Fässern und anderen rauen Oberflächen.
- Einsatz: Gefrierschränke, Tiefkühlproben, Röhrchen, Multiwell‑Platten.
- Eigenschaften: Sehr gute Haftung bei tiefen Temperaturen, resistent gegen Feuchtigkeit und häufige Gefrier-Auftau‑Zyklen.
Tipp: Wenn Sie häufig zwischen Gefrierlagern wechseln, sorgen Sie dafür, dass Ihre Labels spezifisch für den Temperaturbereich ausgewiesen sind, sonst kann das Klebematerial versagen.
Hier geht's zu den Freeze-Etiketten
Die etwas anderen Labor-Etiketten

Kabelmarkierer-Etiketten für Rundum-Schutz
In der Praxis gibt es Laborröhrchen aus speziellen Kunststoffen oder Anwendungen unter besonders anspruchsvollen Bedingungen, bei denen selbst hochwertige Cryo- oder Freeze-Etiketten an ihre Grenzen stossen können – vor allem dann, wenn eine Kennzeichnung über viele Jahre hinweg zuverlässig halten muss. In solchen Fällen sind Kabelmarkierer eine clevere Alternative: Sie werden um das Röhrchen gewickelt und bleiben auch unter extremen Bedingungen sicher an Ort und Stelle.
Diese bestehen aus einem farbigen Beschriftungsfeld sowie einer transparenten Schutzfolie, die um das Röhrchen gewickelt wird. Dadurch wird das Etikett mechanisch fixiert und kann sich nicht ablösen. Die Markierer sind in verschiedenen Farben und Formaten erhältlich, was besonders praktisch ist, wenn Proben im Labor zusätzlich über Farbkennzeichnungen unterschieden werden. So bleibt die Kennzeichnung auch unter anspruchsvollen Bedingungen sicher und gut sichtbar.
Die unterschiedlichen Kabelmarkierer finden Sie unter folgender Lösung bei den passenden Etiketten!
Tipps zum Drucken von Labor-Etiketten
Etiketten selber drucken vs. vorgedruckt
- Mit einem Laboretikettendrucker können Sie individuelle Laboretiketten mit Barcodes, Seriennummern und klar lesbaren Daten erzeugen.
- Thermotransfer‑Drucke sind meist langlebiger als Handbeschriftungen.
Vorbehandlung von Oberflächen
- Für eine optimale Haftung sollten Behälter vor dem Etikettieren sauber, trocken und fettfrei sein
Barcode & Lesbarkeit
- Barcode‑Labels helfen bei eindeutiger Erfassung und Fehlerminimierung im Labor.
- Achten Sie darauf, dass Barcodes auch nach Sterilisation/Gefrier-Auftau‑Zyklen noch scannbar bleiben.
Die richtige Lagerung von Tiefkühletiketten
Wärme und Druckbelastung können den Klebstoff zum Schwitzen bringen, was unerwünschte Klebstoffaustritte an den Stirnseiten der Rollen hervorrufen kann. Dies kann Probleme bei der Verarbeitung verursachen. Druckbelastungen können Deformationen der Etikettenoberfläche bewirken. Um die Qualität und optimale Haftung Ihrer Tiefkühletiketten zu gewährleisten, gelten folgende Lagerungshinweise:
- Lagern Sie die Etiketten in einem Temperaturbereich zwischen ca. 5 °C und 10 °C.
- Vermeiden Sie Temperaturschwankungen.
- Bewahren Sie die Etiketten in einem dunklen, lichtgeschützten und kühlen Raum auf, um eine vorzeitige Alterung und Verfärbung zu verhindern. Vermeiden Sie Sonneneinstrahlung und Wärmequellen wie Heizkörper.
- Schützen Sie die Etiketten vor Staub und Schmutz.
- Vermeiden Sie das Belasten der Rollen mit schweren Gegenständen, um Verformungen zu verhindern.
Hinweis: Bitte verwenden Sie die Etiketten innerhalb eines Jahres nach dem Kaufdatum, um das beste Ergebnis zu erhalten.
Profi-Tipp:
Das beste Druckergebnis erzielen Sie, indem Sie die Etiketten gekühlt in den Drucker einlegen und sie anschliessend wieder gekühlt lagern.
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